Der offizielle Teil der Erstsemesterparty ist mir leider am gestrigen Abend vorenthalten worden. Was heißt vorenthalten? Sagen wir einfach, ich hatte mit den Leuten, die ich eine Woche zuvor kennen gelernt und mit denen ich meine letzten Tage verbracht habe, unsere eigene kleine Party veranstaltet.
Über das Propädeutikum, welches auf vier Termine angesetzt wurde, werde ich in einem anderem Post sprechen. Das einzige was ich hier darüber sagen möchte, ist, dass ich jetzt schon eine handvoll junger Mitstreiter gefunden habe, mit denen ich mich blenden verstehe. Ich hatte sowieso schon Glück eine Freundin zu haben, die mit mir dieses Jahr das Abitur absolviert hat. Da war es nicht ganz so einsam während der ersten Termine. Jedenfalls, bin ich mit den Leuten, die ich die letzte Woche kennen gelernt habe, vollends zufrieden. Ich weiß jetzt schon, dass ich mit ihnen viel Spaß haben werde und auch eine Menge von ihnen lernen kann.
Worauf ich eigentlich hinaus wollte, ist, dass am 9.10. der eigentliche Start in das Semester für uns Erstis begonnen hat. So weit ich das mitbekommen habe, war der Hauptcampus überseht mit neugierigen Erstsemestern, die sich über ihre Fachrichtungen und andere Sachen informiert haben. Warum ich dazu nichts genaues sagen kann? Zeitgleich saß ich in meinem Propädeutikum und habe mir angehört, was für Hilfsmittel ich mir zum lernen der Kanjis holen kann. Aber dazu ein anderes mal.
Nachdem dann drei Stunden verstrichen waren, hatte uns der Hunger gepackt und wir mussten das Vorbereitungsseminar frühzeitig verlassen. Das war ein Jammer.
Der Magen war dann voll und wir hatten immer noch einen Haufen an Zeit bis die Party anfing. Was nun? Aus unserer achtköpfigen Truppe blieben dann nur noch fünf da um sich am lebendigen Studentenleben zu beteiligen. Wir fünf holten uns dann etwas zu trinken und stellten uns an die Zeil um kräftig auf unser neues Studentenleben anzustoßen. Mit der Zeit wurden wir immer lustiger und wir machten uns auf den Weg zum Hauptcampus um an der Erstsemesterparty teilzunehmen. Leider kamen wir nur fünfhundert Meter weit, denn wir trafen auf eine andere Gruppe aus unserem Japanonologiesemester. Dort sind wir dann auch geblieben und haben unsere eigene kleine Party geschmissen. Für mich war sie um kurz halb zwölf dann auch schon vorbei.
Am nächsten Tag im Propädeutikum habe ich dann noch erfahren was ich alles verpasst hatte. Und ich muss sagen, ich habe noch eine ganze Menge verpasst.
Donnerstag, 16. Oktober 2014
Erstsemesterparty
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Montag, 15. September 2014
Zulassung.
Bis zur Zulassung meines jetzigen Studienganges, hat es eine Weile gedauert, aber jetzt ist es endlich so weit.
Ich hatte mich vor circa drei Monaten angefangen an Universitäten und Hochschulen zu bewerben. Und es hat gedauert und gedauert. Wegen meines Abiturstresses hatte ich mich nicht darum gekümmert Mappen anzufertigen um mich an Design Fakultäten zu bewerben, denn ich wusste, auch wenn ich Kunst einfach so studieren wollte, könnte ich es auch so machen, denn es gibt auch Studiengänge an denen keine Eignungsprüfung oder eine Mappe gefordert wurden. Ich korrigiere mich: es gab solche Studiengänge. Seit Anfang des Jahres wurden anscheinend neue Regelungen getroffen. Also Pustekuchen.
Nachdem ich dann auch meine Bewerbungen für Lehramt an Grundschulen abgeschickt hatte, begann das Warten. Nach fast zwei Monaten bekam ich die ersten zwei Absagen, von zehn Stück. Nach und nach sind auch einige andere Absagen eingetroffen, aber noch immer waren nicht alle Rückmeldungen da und eine Zusage hatte ich auch nicht. Also bewarb ich mich noch einmal an einer Universität, an der ich mich schon einmal beworben hatte.
Ein Fehler, denn erst jetzt begann das ganze Chaos.
Ich war mir nicht sicher, ob alles angekommen war und rief im Studierendensekretariat an, um denen mein Anliegen zu erklären. Auch das ich mich schon einmal beworben hatte. Normalerweise wird bei einer neuen Bewerbung die alte überschrieben, so hatte man mir das erklärt. Ich wollte aber meine Bewerbung behalten. Sie hatten mehr oder weniger Verständnis für meine verpeilte Situation und ich musste weiter warten.
Nachdem einige Wochen verstrichen waren und ich mehr und mehr meiner ehemaligen Klassenkameraden zufällig getroffen hatte, wurde es mir zu viel. Jeder, wirklich jeder von ihnen, hatte einen Studienplatz oder machte ein FSJ oder fuhren ins Ausland. Die Gegenfrage war dann meistens: "Und, wie sieht es bei dir aus?" "Ich warte immer noch."
Letzte Woche wurde es mir dann zu viel, ich konnte nicht mehr länger warten. In circa zwei Wochen fangen die ersten Seminare und Vorlesungen an und ich hatte immer noch nichts. Ich fuhr zur Universität und meldete mich im Studierendensekretariat. Als ich meine Bewerbung für Lehramt zurückziehen wollte, erfuhr ich, dass ich schon seit einer Woche nicht mehr im System war; eine Absage bekommen hatte. Als ich dann, wo ich schon mal dort war, mich für meinen anderen Studiengang einschreiben wollte, wurde ich auch noch übertrieben freundlich darauf hingewiesen, ich solle auf meinen Zulassungsbescheid warten. Wer hätte bei dieser Wartezeit denn noch Lust auf einen Bescheid zu warten? Also ich nicht mehr!
Nach einiger Zeit und Papieren später hatte ich aber meinen Zulassungsbescheid. Ich hatte ihn dann doch Vorort bekommen. Ich war schon fast durch. Nachdem ich auch die restlichen noch fehlenden Unterlagen per Post zugeschickt hatte, war es endlich offiziell.
Ich bin Studentin!
Ich bin aufgeregt. In zwei Wochen fängt mein Propädeutikum für mein Nebenfach Japanologie an. Ich weiß nicht was auf mich zu kommt und alles ist sehr aufregend. Für mein Hauptfach AVL (Allgemeine und Vergleichbare Literaturwissenschaft) habe ich etwas ähnliches nicht gefunden, aber es gibt zum Glück Orientierungsseminare. Ich kann es wirklich nicht mehr erwarten bis alles anfängt.
Es fühlt sich wie ein neues Leben an.
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